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Vernetzer Crosslinker von COLOURLOCK

(1 products)
Der Vernetzer von COLOURLOCK ist der Härter der Lederfärbung: COLOURLOCK "Crosslinker CD" wird der angerührten Lederfarbe und dem Top Coat beigemischt und verknüpft deren Bindemittel zu einem Netz, das Reibung, Schweiß und Reiniger standhält. Dosiert wird nach Untergrund — ein bis zwei Prozent auf Leder, fünf Prozent auf Kunstleder, acht Prozent auf harten Kunststoffflächen. Angerührt wird zuletzt, verarbeitet in zwei bis vier Stunden.

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  • Zwei Prozent Vernetzer von COLOURLOCK tragen die ganze Färbung

    Was ist der Vernetzer von COLOURLOCK? Ein reaktiver Farbzusatz für die Lederfärbung: COLOURLOCK "Crosslinker CD" Vernetzer wird der angerührten Lederfarbe und dem Top Coat in geringen Anteilen frisch beigemischt und verknüpft deren Bindemittel beim Trocknen quer. Aus einem weichen Farbfilm wird eine Schicht, die Reibung, Schweiß und Reiniger standhält.


    Vernetzer von COLOURLOCK sind die Härter der Lederfärbung — in der Branche Crosslinker genannt. COLOURLOCK "Crosslinker CD" Vernetzer kommt als Farbzusatz in die frisch angerührte Lederfarbe und in den Top Coat, wo er die Polymerketten der Bindemittel untereinander verbindet. Aus parallel liegenden Ketten wird dabei ein zusammenhängendes Netz. Dosiert wird nach dem Untergrund, nicht nach dem Farbton: ein bis zwei Prozent auf Leder, deutlich mehr auf Kunstleder und harten Kunststoffflächen.

    • Der Anteil ist klein, der Hebel ist groß. In den Top Coat gehen ein Prozent bei weichen Möbel- und Bekleidungsledern, zwei Prozent bei robusten, strapazierten Auto- und Möbelledern. Beim Umfärben kommen zusätzlich zwei Prozent in die Lederfarbe selbst. Merkst du daran: Die Fläche gibt beim feuchten Abwischen keine Farbe mehr ans Tuch ab.
    • Kunstleder und Kunststoff brauchen mehr davon. Für Kunstleder und veganes Leder nennt das Datenblatt fünf Prozent in der Lederfarbe und fünf Prozent im Top Coat, für harte, kunststoffartige Oberflächen acht Prozent in Grundierung, Farbe und Top Coat. Der Grund ist derselbe: Je dichter und glatter der Untergrund, desto weniger Halt gibt er von sich aus, desto stärker muss der Film in sich zusammenhalten.
    • Mehr Widerstand ohne mehr Schichtdicke. Der Vernetzer verbessert die Reibwerte des Top Coats und senkt zugleich dessen Verbrauch. Praktisch heißt das: Du baust dünner auf statt dicker, das Leder bleibt beweglich, und aus den 50 ml gehen pro Ansatz nur Milliliter weg — ein Gebinde begleitet mehrere Projekte.

    Praxistipp von Detailing1: Der Vernetzer ist das reaktivste Produkt im ganzen Färbe-Aufbau, und Wasser verzeiht er nicht. Bei uns landen regelmäßig Rückfragen zu Lenkradkränzen, die trotz Vernetzer nach wenigen Wochen wieder blank gegriffen waren — und fast immer wurde der Zusatz in einen feuchten Mischbecher gegeben, mit einem eben ausgespülten Rührstab verrührt oder tagelang offen stehen gelassen. Was hilft: Flasche vor jedem Ansatz kräftig aufschütteln, nach einer Standzeit ab etwa fünfzehn Minuten noch einmal aufrühren, trockenen Becher und trockenen Rührstab nehmen, sofort wieder verschließen. Und rühre nur so viel Top Coat mit Vernetzer an, wie du in den nächsten zwei bis vier Stunden verarbeitest. Was länger steht, ist verbraucht — Aufheben funktioniert bei diesem Produkt nicht.


    Gefärbtes Leder scheitert an der Reibung, nicht am Farbton

    Eine Färbung fällt fast nie in der Fläche aus. Sie geht dort ab, wo Stoff, Haut und Metall jeden Tag über dieselbe Stelle laufen.

    Die Zonen sind über alle Fahrzeuge hinweg dieselben: der Lenkradkranz zwischen zehn und zwei Uhr, die Fahrersitzwange, die Einstiegskante, die Armauflage in der Tür, bei Möbeln die vordere Sitzkante und die Armlehne. Dazu kommen die Angreifer: Jeansnieten und Gürtelschnallen als mechanische Kante, Ringe und Uhrenarmband als punktueller Druck, Handschweiß, Sonnencreme und Reinigerreste als chemische Dauerlast. Keiner dieser Punkte greift den Farbton an. Alle greifen die Schicht an, in der der Farbton sitzt.

    Wie sich das anfühlt, beschreiben Betroffene in Foren erstaunlich einheitlich: Im Hochsommer klebt man auf der aufgeheizten Sitzfläche fest, beim Reinigen bleibt Farbe am Tuch, und helle Hosen fangen sich einen Schatten ein. Das ist kein Farbfehler und kein Pflegefehler. Das ist ein Farbfilm, der bei Wärme und Feuchte weich wird, weil ihn nichts zusammenhält.

    Der Grund liegt in der Physik des Films. Eine Lederfarbe ist eine Dispersion aus Pigment und Bindemittel — beim Trocknen verdunstet das Wasser, und die Bindemittelteilchen fließen zu einem geschlossenen Film zusammen. Ohne Vernetzung liegen deren Polymerketten nur nebeneinander, gehalten von schwachen Anziehungskräften. Wärme lockert diese Kräfte, Feuchtigkeit ebenfalls, Reibung schiebt die Ketten gegeneinander weg. Genau in dieser Reihenfolge verliert eine Färbung ihre Oberfläche.

    Deshalb ist der Vernetzer in dieser Kategorie kein Verstärker für Ehrgeizige, sondern der Unterschied zwischen einer Färbung, die einen Sommer übersteht, und einer, die ihn nicht übersteht. Alles andere im Aufbau bestimmt, wie die Fläche aussieht. Der Vernetzer bestimmt, wie lange sie so aussieht.

    Ein Vernetzer knüpft die Bindemittel quer zusammen

    Ein Vernetzer ist ein reaktiver Zusatz, der beim Trocknen chemische Brücken zwischen den Polymerketten des Bindemittels schlägt.

    Das Bild dazu ist ein Stapel loser Fäden: Du kannst ihn auseinanderziehen, ohne einen einzigen Faden zu zerreißen — die Fäden gleiten einfach voneinander weg. Werden dieselben Fäden an tausend Kreuzungspunkten miteinander verknotet, entsteht ein Netz, das erst nachgibt, wenn die Fäden selbst reißen. Heißt für dich: Dieselbe Farbe, dieselbe Schichtdicke, derselbe Farbton — und trotzdem eine Oberfläche, die deutlich mehr Reibung aufnimmt, bevor sie sich abträgt.

    Der Messwert dahinter heißt Nassreibechtheit. Er beschreibt, wie viele Reibgänge eine Oberfläche im feuchten Zustand aushält, bevor Farbe auf das Reibmedium übergeht. Im Alltag ist dieses Reibmedium keine Prüfmaschine, sondern deine Hose auf der Sitzwange und deine feuchte Handfläche am Lenkradkranz. Übersetzt: Genau die Beschwerde „das Leder färbt ab" ist eine Nassreibechtheit, die zu niedrig war.

    Der zweite Effekt betrifft die Oberfläche selbst. Der Vernetzer verbessert die Reibwerte des Top Coats und macht ihn unempfindlicher — und weil die Schicht mehr aushält, braucht sie weniger Material für dieselbe Standzeit. Der Verbrauch an Top Coat sinkt also, statt zu steigen. Das ist der Punkt, an dem viele den Zusatz falsch einordnen: Er ist keine zusätzliche Lage, er macht die vorhandene belastbarer.

    Und daraus folgt die Regel, an der die ganze Kategorie hängt: Angemischt wird frisch. Sobald Farbe oder Top Coat den Vernetzer enthalten, läuft die Reaktion — im Becher genauso wie auf dem Leder. Eine vorgemischte Vorratsflasche gibt es deshalb nicht und kann es nicht geben. Wer schon einmal mit Zweikomponenten-Lack gearbeitet hat, kennt die Logik: Das Produkt entsteht in dem Moment, in dem du es zusammenrührst.

    Ein bis acht Prozent, je nach Untergrund

    Die Dosierung richtet sich nach dem Material unter der Farbe, nicht nach der Größe der Fläche. Vier Fälle deckt das Datenblatt ab.

    Der Regelfall ist der Top Coat & Finish von COLOURLOCK: ein Prozent Vernetzer bei weichen Möbel- und Bekleidungsledern, zwei Prozent bei robusten, strapazierten Auto- und Möbelledern. Das ist die Entscheidung zwischen einem Sessel, der zweimal am Tag benutzt wird, und einer Fahrersitzwange, die bei jedem Einsteigen über die Schwellerkante schleift.

    Beim echten Umfärben kommt eine zweite Stelle dazu. Dann gehen zwei Prozent zusätzlich in die Lederfarbe von COLOURLOCK, während der Top Coat bei seinem einen beziehungsweise zwei Prozent bleibt. Der Gedanke dahinter ist konsequent: Wenn die Farbschicht selbst Träger der Optik ist, darf sie nicht die weichste Schicht im Aufbau sein.

    Kunstleder und veganes Leder brauchen mehr. Hier nennt das Datenblatt fünf Prozent in der Lederfarbe und fünf Prozent im Top Coat. Bei harten, kunststoffartigen Oberflächen steigt der Anteil auf acht Prozent — in der Kunststoff-Grundierung von COLOURLOCK, in der Farbe und im Top Coat. Diese Untergründe saugen nichts an, sie bieten nur eine glatte Fläche. Was dort hält, hält aus eigener Festigkeit.

    Praktisch scheitert die Dosierung selten am Prozentwert und oft am Messen. Ein Prozent von einer kleinen Menge sind wenige Tropfen, und die schätzt niemand zuverlässig aus der Flasche. Aus dem Detailing1-Alltag: Für einen Lenkradkranz reichen etwa 30 bis 50 ml angerührter Top Coat, ein Prozent davon ist ein halber Milliliter. Wir empfehlen deshalb Mischbecher mit Skala oder eine Feinwaage mit Zehntelgramm-Auflösung — beides kostet einmal Aufmerksamkeit und nimmt die größte Fehlerquelle aus dem Ansatz.

    Angerührt wird zuletzt, verarbeitet wird in Stunden

    Der Vernetzer ist das letzte Produkt, das du in die Hand nimmst, bevor gespritzt oder aufgetragen wird. Vorher steht die gesamte Vorbereitung.

    Die Reihenfolge ist nach Datenblatt festgelegt: reinigen, entfetten, grundieren, füllen, färben, mit Top Coat abschließen, Finish über Additive einstellen. Der Entfetter von COLOURLOCK nimmt Hautfette, Pflegereste und Silikonfilme herunter, danach folgen Grundierung und Farbaufbau. Die vollständige Strecke steht unter Färben & Finish von COLOURLOCK. Der Vernetzer greift erst in den letzten beiden Schritten ein — und erst dann, wenn die Fläche fertig zum Lackieren vor dir liegt.

    Ab dem Einrühren läuft eine Uhr. Zwei bis vier Stunden bleibt der Ansatz optimal verarbeitbar, danach ist er verbraucht. Rechne deshalb rückwärts: Wie viele Quadratzentimeter schaffst du in diesem Fenster, und wie viele Kreuzgänge willst du legen? Für eine einzelne Sitzwange ist das großzügig bemessen, für eine komplette Garnitur planst du besser zwei Ansätze statt einem großen — der zweite wird frisch angerührt, wenn der erste steht.

    Die zweite Bedingung ist Trockenheit, und sie ist strenger, als die meisten erwarten. COLOURLOCK "Crosslinker CD" Vernetzer reagiert stark mit Wasser: offen stehen gelassen oder in Kontakt mit Feuchtigkeit wird er unbrauchbar, ohne dass man ihm das ansieht. Vor jeder Verwendung gut aufschütteln, und nach einer Standzeit ab etwa fünfzehn Minuten noch einmal aufrühren — sonst kann sich die Farbschicht später bei Wasserkontakt wieder anlösen. Genau dieser Punkt erklärt einen Großteil der Fälle, in denen der Vernetzer scheinbar nicht gewirkt hat.

    Zur Lagerung gehört derselbe Gedanke: vor Frost und Hitze schützen, Flasche konsequent verschlossen halten, nicht im Sommerauto und nicht im ungeheizten Außenlager. Ein Vernetzer, der einen Winter im Blechschuppen verbracht hat, ist kein Sparposten, sondern ein unkalkulierbarer Ansatz.

    Der Vernetzer rettet keine schlechte Vorbereitung

    Ein vernetzter Film hält nur so gut, wie die Schicht darunter am Leder haftet. Vier Grenzen gehören vor dem Kauf auf den Tisch.

    Die erste haben wir uns selbst vorgeführt. Auf einem Musterstück Glattleder haben wir zwei Hälften gefärbt, eine sauber entfettet, die andere nur gereinigt — beide mit demselben Ansatz aus Farbe und Vernetzer. Auf der entfetteten Hälfte sitzt der Film bis heute. Auf der nicht entfetteten löst er sich mit dem Fingernagel in großen, zusammenhängenden Schuppen ab, und genau darin liegt die Ironie: Weil der Film stärker vernetzt ist, geht er nicht als feiner Abrieb, sondern als Fläche. Ein Vernetzer verbessert den Film. Er verbessert nicht die Verbindung zum Leder.

    Die zweite Grenze ist das Substrat. Offenporige Leder — Anilin, Nubuk, Velours — bekommen bewusst keinen geschlossenen Farbfilm, weil genau der ihren Charakter zerstören würde. Dort arbeitet die Farbauffrischung mit einer eigenen Logik, etwa über Nubuck Fresh von COLOURLOCK, und die reine Pflege läuft über die Anilinleder-Pflege von COLOURLOCK. Ein Vernetzer hat in beiden Fällen nichts zu suchen.

    Die dritte Grenze ist die härteste und nicht chemisch. Sitze mit Seitenairbag haben definierte Reißnähte, die im Ernstfall exakt an dieser Stelle aufreißen müssen. Ein vernetzter Film ist per Definition steifer als ein unvernetzter — genau die Eigenschaft, die du auf der Sitzwange willst, ist an der Reißnaht ein Risiko. Solche Flächen gehören zum Sattler, der die Naht fachgerecht ausspart. Das ist keine Vorsichtsformel für die Haftung, sondern der Punkt, an dem ein Heimprojekt sinnvoll endet.

    Und die vierte: Der Vernetzer stellt nichts ein, was mit Optik zu tun hat. Er trifft keinen Farbton, füllt keine Risse, macht ausgehärtetes Altleder nicht wieder biegsam. Den Glanzgrad regelt der Mattierungszusatz, die Haptik regeln die Griff-Zusätze Soft & Wax Slip von COLOURLOCK. Wer zu hoch dosiert, bekommt dazu einen spürbar härteren, kunststoffartigen Griff — die genannten Prozentwerte sind Obergrenzen für ihren Fall, keine Empfehlung zum Aufrunden.

    Wann dein Projekt den Vernetzer wirklich braucht

    Die Antwort hängt an einer einzigen Frage: Wird die Fläche, die du behandelst, im Alltag gerieben oder nur angesehen?

    Wenn du eine matt gewordene Rückbank, eine Türtafel oder einen Möbelspiegel nur farblich auffrischst, kommst du ohne aus. Für diesen Fall sind die Farbauffrischer von COLOURLOCK gemacht, und ein zusätzlicher Härter bringt dort keinen messbaren Vorteil. Ehrlich gesagt: Der größte Teil der Auffrischungen, die uns erreichen, fällt in genau diese Kategorie.

    Gebraucht wird der Vernetzer, sobald eine der Reibzonen im Spiel ist — Lenkradkranz, Fahrersitzwange, Einstiegskante, Armauflage, vordere Möbelkante — oder sobald der Untergrund kein echtes Leder ist. Dann gilt: zwei Prozent im Top Coat für robuste Auto- und Möbelleder, ein Prozent für weiche Möbel- und Bekleidungsleder, beim Umfärben zusätzlich zwei Prozent in der Farbe, fünf Prozent auf Kunstleder, acht Prozent auf harten Kunststoffflächen. Das Produkt dahinter ist COLOURLOCK "Crosslinker CD" Vernetzer in der 50-ml-Flasche — die Größe passt zur Verbrauchsmenge, nicht zur Projektgröße.

    Die übrigen Stellschrauben für Glanz, Griff und Konsistenz liegen eine Ebene höher: Zurück zu Additive & Hilfsmittel von COLOURLOCK. Wer zum ersten Mal färbt, arbeitet sinnvollerweise erst einen kompletten Aufbau ohne Sonderwünsche durch und stellt Glanz und Haptik beim zweiten Projekt fein ein.

    Und der Gedanke, der die ganze Kategorie trägt: Der Vernetzer ist der kleinste Posten im gesamten Färbeprojekt und der mit dem größten Hebel. Er kostet dich pro Ansatz Milliliter und zwei Minuten Rühren. Er entscheidet darüber, ob die Fahrersitzwange nach dem ersten Sommer noch aussieht wie am Tag der Färbung — oder ob du entfettest, grundierst, füllst und färbst, ein zweites Mal.

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